Wir trauern

Gerog Wißkirchen

Liebe Freunde, Wegbegleiter und Projektpartner,

Nach langer schwerer Krankheit ist am 3.November unser erster Vorsitzender und langjähriger Chorleiter
Georg Wißkirchen
verstorben.
Wir trauern um ihn und glauben, wenn Ihr/Sie ihn gekannt haben, dann trauern Sie mit uns.
 
Mit seiner verbindlichen, lernenden und begeisternden Art hat er es uns über viele Jahre ermöglicht, immer wieder den Dialog zu suchen und als Verein in Kontakt mit Ghana und den Liedern aus Ghana und anderen afrikanischen Ländern Begegnungsräume zu schaffen.
 
In gemeinsamen Gottesdiensten, bei Workshops in Schulen und Pfarrgemeinden hat er "die Sache der Begegnung" vertreten, durch Musik aus Ghana vermittelt zwischen Menschen verschiedener Herkunft, über Musik, Theologie und eben über Räume für Austausch, Feiern und Diskussion.
Wir haben in den gemeinsamen Jahren viele große und kleine Projekte verwirklicht, mit Bezug zu Ghana und anderen afrikanischen Ländern, zum Afrika-Bild, zu Bildungsarbeit in einem interkulturellen Kontext, zu (fairen) Handelswegen und Kirche in der Welt, und immer wieder durch Musik.
An der Kunst, die er später ausgestellt hat, hat Kinduku e. V. teilhaben dürfen in Stempel- und Liedblattaktionen, bei Veranstaltungen und Konzerten, und einen Künstler sich entwickeln sehen.
Er hat die Gruppe, immer wieder neu, zusammen gehalten und es zusammen mit Kofi Mensah geschafft, in der Chorleitung deutsch-ghanaisch das Gleichgewicht zu halten.
 
Wenn Ihr ihn gekannt habt, habt Ihr ihn vor Augen und wisst, wie er fehlt und dass es ohne ihn viel schwerer wird.
 
Im letzten Jahr und mitten in seiner Krankheit hat er uns noch auf den Weg gebracht, dass auch das Singen von Liedern aus Ghana nicht ohne kritischen Blick auf rassistische Strukturen, und die Rolle eines weißem Kirchenchors dabei auskommt, und wir die längste Zeit ganz unbedarft und begeistert Musik aus Ghana gemacht haben.
 
Er fehlt uns sehr.
 
Gemeinsam singen, nachdenken und versuchen, Dinge zu verändern in Begegnung mit Menschen aus Ghana und anderswo, ist weiter unser Ziel und wir freuen uns, wenn Sie weiter mit uns gehen.
 
Soviel zunächst; in großer Dankbarkeit für alles, was wir zusammen erleben und bewegen durften, und auch für die Stille und die Erinnerung. Ein Gebet.
 
Der Vorstand.